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TRIOLA ZITHER, um 1890

In der Fernseh-
zeitung war zu lesen: Der Gaststar war Peter Horton, er war jedoch nicht der
Star. Ein Sammler mechanischer Musikinstrumente zog die bessere Show ab.

Eine erfreuliche Kritik für mich !

 

 

„Heiteres Beruferaten für Kinder“ !

 

Ein Kartenspiel (links)

 

und ein schönes Buch (rechts)

Robert Lemke und ich im Studio in München - 17.Mai 1977 sowie das Rateteam (v.l.n.r.)
Guido Baumann(der Fuchs aus der Schweiz) Annette von Aretin,(1. Fernsehansagerin des Bay.Rundfunks 1954)Oberstaatsanwalt Hans Sachs und Anneliese Fleyenschmidt(ebenfalls Fernsehansagerin des BR)

Am 17. Mai 1977 hatte ich das große Glück, in der bekanntesten Sendung im Deutschen Fernsehen die 30 Jahre
zu sehen war, aufzutreten.
ROBERT LEMKES „HEITERES BERUFERATEN“ „WAS BIN ICH ?“

5 Jahre vorher hatte ich mich anläßlich der Eröffnung meines Museums nebst meines neuen Berufes,
den des
ORCHESTRIONRESTAURATORS beim Bayerischen Rundfunk beworben.

.Wie erstaunt war ich, als die Redakteurin, Frau Hois bei mir anrief und nachfragte, ob ich an dieser Sendung noch Interesse hätte. Ich bejahte und so kam im Vorfeld ein Fernsehteam aus München zu mir nach Fuldatal-Simmershausen mit neutralen Autos ohne irgendwelche Reklame vom BR. Es mußte während der Dreharbeiten alles streng geheim bleiben, d.h. im Museum selbst wurden sogar die Fenster zugeklebt. Auch später im Studio in München wurde ich total abgeschirmt, damit mich auch keiner treffen bzw. sprechen konnte.

Eine Standardfrage zu Beginn des Ratespieles war durch Robert Lenke immer:

„Welches Schwein‘derl hätten Sie denn gerne ?“ - das Rote antwortete ich
Es war unglaublich, aber wahr, Guido Baumann schaffte es mit der 8. Frage mich als Orchestrionrestaurator zu indentifizieren. Mit „nur“ 40,--DM (statt üblicher 50,--DM bei 10 nicht richtig gestellten Fragen)
im Schweinchen war für mich das Ratespiel beendet. Dies jedoch war mein Glück.

Ich hatte die Möglichkeit mit zwei selbstspielenden Instrumenten aufzutreten, d.h. ich präsentierte eine
TRIOLA Zither und eine HOHNER MAGIC ORGANA. Anfangs hatten die Zuschauer im Studio garnicht begriffen, dass das Instrument von alleine spielte, erst als ich die Hände von der Tastatur nahm, war der Applaus gross !!!

Die Regisseurin kam nach der Sendung zu uns und sagte, es sei wunderbar gelaufen und genau 44 Minuten
und einige Sekunden gewesen, das bedeutete, es musste nicht geschnitten werden.
Diese Sendung wurde in den nächsten Monaten und Jahren mehrfach wiederholt und so konnte ich u.a.
im Eiltempo durch Europa fahren um angebotene Instrumente aufzukaufen.

Am Schluß der Sendung hatte ich den Wunsch geäußert, daß ich irgendwann einmal gerne nach Leipzig fahren würde, um von älteren Personen noch mehr über die Orchestrionfabriken von früher zu erfahren.
Wie erstaunt war, als am 17.5.77 so gegen 22.00 Uhr bei mir das Telefon bimmelte. Eine Stimme mit
sächsischem Dialekt frug: „Sind sie Herr Baus“ ? Ich bejahte und danach kam die Antwort: „Hier ist Hanns POPPER.
Es war der Sohn des Firmengründers Hugo Popper aus Leipzig, damals schon 82 Jahre alt.

Ich besorgte mir umgehend ein Tagesvisum der DDR und besuchte Herrn Popper in Leipzig.
Weitere 60 Einladungen aus der DDR erreichten mich, die ich im Laufe der Zeit „abarbeitete“.

Eine Einladung mit einem netten Inhalt soll hier stellvertretend erwähnt werden:
Wenn der Herr Baus nicht so große Ansprüche stellt kommt er hier gut durch, er kann im Gartenhäuschen
unseres Sohnes übernachten und das Bier kostet 20 Pfennig und die Straßenbahn 10 Pfennig.

Heute kann ich nach 38 Jahren feststellen, daß diese Fernsehsendung mein Leben total auf den Kopf gestellt
und verändert hat.
Schön, daß ich soetwas noch erleben durfte !!!

 

1977 - An einem schönen Sonntag Morgen klingelt es gegen 9.00 Uhr an der Museumstür in Fuldatal-
Simmershausen. Ich öffne das Küchenfenster und sehe zu meinem Erstaunen
WILLI MILLOWITSCH
mit seinem Sohn Peter vor der Tür stehen.
Er hatte in Fritzlar eine Aufführung des Volksstückes
„DER ETAPPENHASE“.In einem Prospekt las er von
unserem Museum. Da früher seine Mutter auch ein Pianola besaß, auf dem er als Jugendlicher des öfteren
„Dichter und Bauer“ gespielt habe, beschloß er, unser Museum aufzusuchen.
In Kassel frug er eine an der Straße stehende Person nach dem Weg zu uns. Der Befragte antwortete sinngemäß:
Lieber Herr Millowitsch, Sie haben mir durch‘s Fernsehen schon soviel Freude bereitet,
ich fahre vor Ihnen her und zeige den Weg“.
Als Dankeschön für diese Geste lud Millowitsch diese Person zum Kölner Karneval ein
um im Festzugwagen BONBONS ins Publikum zu werfen.

Damals besaß ich ca. 30 000 Notenrollen, natürlich auch „Dichter u. Bauer“ und so konnte ich Herrn Millowitsch
diesen Wunsch sofort erfüllen. Er spielte in unserem Wiener Café dieses Stück mit sichtlichem Vergnügen.
Im Museum ließ er es sich nicht nehmen auch eine größere Konzertorgel zu drehen,
sein Sohn drehte eine kleinere Straßendrehorgel.

Zu seinem 90. Geburtstag am 8.Januar 1999 gratulierte ich ihm mit einem selbst zusammengestellten FLYER
über sein Leben. Es dauerte keine 14 Tage und eines abends klingelt das Telefon gegen 22.00Uhr und eine tiefe
Stimme fragt: „Herr Baus, sind Sie‘s, hier ist Willi Millowitsch aus Köln, ich wollte mich für den schönen Flyer
bedanken. Wo haben Sie denn all diese Unterlagen über mich her ?
Es begann ein nettes Telefonat u.ca. 20 Minuten haben wir uns u.a. über seine neuen Hüftknochen unterhalten !!!
Am 20. September 1999 verstarb dieser große Volksschauspieler.

Juxbriefmarke zum
90.Geburtstag von

Volksschauspieler
WILLI MILLOWISCH

1978 erhielt ich eine Anfrage von Alfred Biolek, ob ich ein Klavier mit Aufnahmemöglichkeit hätte.
Nach der Bestätigung schickte Biolek einen Fahrer, der das Klavier nur 3 Stunden später von Köln kommend,
abholte. Für eine Produktion mit dem Sänger Stephan Sulke wurde das Instrument benötigt.
Die Idee war, daß Stephan Sulke am Klavier sitzend seine eigene Musik spielt und dabei singt,
jedoch während des Auftrittes plötzlich aufsteht und weitersingt
und das Klavier von alleine seine vorher eingespielte Musik wiedergibt.

Eine weitere Begebenheit war der Auftritt des „TINOS“, einer lebensgroßen, selbstspielenden Puppe die
Akkordeon spielt nebst Schlagzeugbegleitung. Der TINO fuhr auf einem Güterwagen stehend
in den Bahnhof
ein und spielte dabei „O Donna Clara“. Der Tino hörte auf zu spielen und das Orchester von Horst Jankowski
übernahm den gleichen Schlager und spielte weiter.

 

 

 

 

1977 hatte ich Peter Frankenfeld vorgeschlagen
in seiner Sendung „Musik ist Trumpf“
einmal mit einem Orchestrion aufzutreten.
Eine Antwort per Postkarte erhielt ich kurz danach.

 

1994 hatte ich mit Lonny Kellner-Frankenfeld Kontakt bezüglich einer Anfrage wegen TEFIFON Aufnahmen usw. Siehe die o.a. Postkarte.

 

Übrigens, in einem Telefonat mit Beiden erfuhr ich, daß man früher sogar ein WELTE-MIGNON
Reproduktionsklavier besessen habe.
Als es nicht mehr richtig funktionierte,
habe man sich von dem Klavier getrennt.

Stephan Sulke

Peter und Willi Millowitsch